Methode
Als PDF

Discover, Dream, Design, Destiny

MitredenEinarbeitungIdeen entwickelnAnalog1 Tagdirekte Betroffeneinteressierte Öffentlichkeitorganisierte Akteur:innenkleine Gruppe bis 15große Gruppe ab 30mittlere Gruppe bis 30KreativAktivierend

Discover, Dream, Design, Destiny ist ein Beteiligungsformat, das sich auf Stärken, Erfolge und positive Erfahrungen konzentriert. Statt Probleme in den Mittelpunkt zu stellen, entwickeln die Teilnehmenden gemeinsam Zukunftsbilder und konkrete Ideen auf Basis bereits gelungener Erfahrungen. Die Methode eignet sich besonders für Veränderungsprozesse, bei denen Zusammenarbeit, Motivation und gemeinsame Entwicklung gefördert werden sollen.

Ziel

Ziel von Discover, Dream, Design, Destiny ist es, gemeinsam positive Erfahrungen, Stärken und erfolgreiche Beispiele sichtbar zu machen und daraus Zukunftsideen sowie konkrete Handlungsschritte zu entwickeln. Die Methode soll Motivation, Zusammenarbeit und gemeinsames Lernen fördern.

Wann sinnvoll?

  • wenn gemeinsam positive Zukunftsbilder entwickelt werden sollen
  • bei Veränderungs- oder Entwicklungsprozessen
  • wenn Zusammenarbeit und Motivation gestärkt werden sollen
  • um vorhandene Stärken und Erfahrungen sichtbar zu machen
  • wenn neue Ideen und gemeinsame Ziele entwickelt werden sollen
  • bei Organisations-, Stadtteil- oder Projektentwicklung
  • wenn Beteiligte aktiv Verantwortung übernehmen sollen

Wann nicht sinnvoll?

  • wenn schnelle Entscheidungen getroffen werden müssen
  • wenn kaum Handlungsspielräume bestehen
  • wenn Probleme akut bearbeitet werden müssen, Ergebnisse bereits festgelegt sind

Ablauf

Zu Beginn sollte geklärt werden:

  • Warum wird der Prozess durchgeführt?
  • Welche Themen sollen bearbeitet werden?
  • Welche Veränderungen werden angestrebt?
  • Welche Freiräume gibt es für Ergebnisse und Ideen?
  • Wer sollte beteiligt werden?

Wichtig ist:

  • ausreichend Offenheit für neue Ideen zu schaffen
  • den Prozess nicht zu stark vorzugeben
  • positive und motivierende Fragestellungen vorzubereiten

Die Methode lebt von unterschiedlichen Perspektiven und Erfahrungen.

Je nach Thema können beteiligt werden:

  • Anwohner:innen
  • Mitarbeitende
  • Jugendliche
  • Vereinsmitglieder
  • Verwaltungsmitarbeitende
  • lokale Initiativen
  • Projektgruppen
  • Fachakteur:innen

Wichtig ist:

  • Hierarchien möglichst abzubauen
  • gleichberechtigte Beteiligung zu ermöglichen
  • unterschiedliche Erfahrungen sichtbar zu machen

Die Fragen sollten bewusst wertschätzend formuliert sein und positive Erfahrungen in den Mittelpunkt stellen.

Zum Beispiel:

  • Was funktioniert bereits besonders gut?
  • Worauf sind wir stolz?
  • Welche Erfahrungen waren besonders gelungen?
  • Was wünschen wir uns für die Zukunft?
  • Wie könnte ein ideales Ergebnis aussehen?

Vermeiden:

  • problemorientierte Fragestellungen
  • Schuldzuweisungen
  • negative Bewertungen
  • zu enge Vorgaben

Benötigt werden häufig:

  • Moderationsmaterial
  • Pinnwände, Karten
  • große Arbeitsflächen
  • Räume für Gruppenarbeit

Wichtig ist eine offene und angenehme Arbeitsatmosphäre.

Zu Beginn tauschen sich die Teilnehmenden über positive Erfahrungen und gelungene Beispiele aus.

Im Mittelpunkt stehen Fragen wie:

  • Was läuft gut?
  • Welche Erfahrungen waren erfolgreich?
  • Welche Stärken gibt es bereits?

Die Teilnehmenden erzählen persönliche Erfahrungen und sammeln gemeinsame Erfolgsfaktoren.

Im nächsten Schritt entwickeln die Teilnehmenden Zukunftsbilder und Visionen.

Dabei geht es um Fragen wie:

  • Wie könnte die ideale Zukunft aussehen?
  • Was wünschen wir uns langfristig?
  • Welche Potenziale möchten wir stärken?

Die Phase ist bewusst offen und kreativ gestaltet.

Anschließend werden konkrete Ideen und Maßnahmen entwickelt.

Die Teilnehmenden überlegen:

  • Welche Schritte sind notwendig?
  • Was kann konkret umgesetzt werden?
  • Wer könnte Verantwortung übernehmen?

Aus Visionen entstehen erste Umsetzungsansätze.

Zum Abschluss werden konkrete Beiträge und nächste Schritte vereinbart.

Zum Beispiel:

  • Aufgaben verteilen, Verantwortlichkeiten festlegen
  • Arbeitsgruppen bilden
  • Projekte starten

Die Teilnehmenden entwickeln dabei ein gemeinsames Verantwortungsgefühl für die Umsetzung.

Wichtige Inhalte sollten festgehalten werden:

  • gemeinsame Stärken
  • Zukunftsbilder, Ideen
  • Maßnahmen
  • Vereinbarungen

Die Ergebnisse sollten für alle zugänglich dokumentiert werden.

Nach dem Prozess kann ausgewertet werden:

  • welche Themen besonders wichtig waren
  • welche Visionen geteilt wurden
  • welche Ideen realistisch umsetzbar sind
  • wo weiteres Interesse zur Mitarbeit besteht

Besonders wichtig ist die Weiterarbeit an den entwickelten Ideen.

Zum Beispiel durch:

  • Arbeitsgruppen, Projektteams
  • regelmäßige Treffen
  • weitere Beteiligungsformate

Dadurch bleibt die Motivation aus dem Prozess erhalten.

Quelle: https://partizipation.at/partizipation-anwenden/methoden/

Hinweise

Tipps

  • Fragen positiv und motivierend formulieren.
  • Persönlichen Erfahrungen ausreichend Raum geben.
  • Eine offene und wertschätzende Atmosphäre schaffen.
  • Genügend Zeit für Austausch einplanen.
  • Auf gleichberechtigte Beteiligung achten.
  • Kreative Methoden und Visualisierungen nutzen.
  • Ergebnisse verständlich und sichtbar dokumentieren.
  • Visionen möglichst früh mit konkreten Handlungsschritten verbinden.

Ungeeignet für

  • akute Konflikte bearbeitet werden müssen
  • Beteiligte stark gegeneinander arbeiten
  • kein echter Gestaltungsspielraum vorhanden ist
  • ausschließlich Probleme analysiert werden sollen

Im Anschluss

Im Anschluss bieten sich Methoden an, die die gesammelten Inhalte ordnen, vertiefen oder in konkrete Schritte überführen. Je nach Ziel können z.B. folgende Formate anschließen:

Zukunftwerkkstatt

Die Zukunftswerkstatt ist ein Beteiligungsformat, bei dem Teilnehmende gemeinsam Probleme analysieren, Zukunftsvisionen entwickeln und daraus konkrete Handlungsschritte ableiten. Die Methode verbindet kreatives Denken mit praktischer Planung und eignet sich besonders für Themen, bei denen neue Ideen und langfristige Perspektiven gefragt sind. Die Zukunftswerkstatt ist in drei aufeinander aufbauende Phasen gegliedert: Kritikphase, Utopiephase und Realisierungsphase. Durch diesen klaren Ablauf wechseln die Teilnehmenden bewusst zwischen Kritik, Vision und konkreter Umsetzung. Dadurch entstehen oft kreative und gemeinschaftlich entwickelte Lösungsansätze.

AktivierendKreativ

Workshop

Ein Workshop ist ein moderiertes Arbeitsformat, bei dem Teilnehmende gemeinsam eine Fragestellung bearbeiten, Ideen entwickeln oder Lösungen erarbeiten. Je nach Ziel können Informationen vermittelt, Probleme analysiert oder konkrete Maßnahmen entwickelt werden. Durch die aktive Mitarbeit aller Beteiligten eignet sich die Methode besonders für die gemeinsame Entwicklung von Ergebnissen.

KreativAktivierend
Gemerkte Methoden0 Methoden

Noch nichts gemerkt.