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PechaKucha Night

InformierenEinarbeitungAustausch & DiskursAnalog1 - 3 Stundendirekte Betroffeneinteressierte Öffentlichkeitorganisierte Akteur:innengroße Gruppe ab 30so viele wie möglichEinfachStrukturiert

Die PechaKucha Night ist ein Veranstaltungsformat, bei dem mehrere Personen ihre Ideen, Projekte, Erfahrungen oder Perspektiven in kurzen Bildvorträgen vorstellen. Jede Präsentation besteht aus 20 Bildern, die jeweils 20 Sekunden gezeigt werden, wodurch ein Vortrag genau 6 Minuten und 40 Sekunden dauert. Durch die kurze Vortragszeit entstehen abwechslungsreiche Veranstaltungen mit vielen unterschiedlichen Perspektiven. Die Methode eignet sich besonders, um Themen sichtbar zu machen, Menschen miteinander zu vernetzen und erste Diskussionen anzustoßen.

Ziel

Die PechaKucha Night macht unterschiedliche Perspektiven, Projekte und Ideen sichtbar. Sie ermöglicht einen niedrigschwelligen Wissensaustausch, schafft Aufmerksamkeit für Themen und bringt Menschen miteinander ins Gespräch.

Wann sinnvoll?

  • wenn viele unterschiedliche Perspektiven sichtbar gemacht werden sollen
  • als Auftaktveranstaltung für ein Projekt
  • um Initiativen, Projekte oder Ideen vorzustellen
  • um Menschen zu vernetzen
  • wenn Aufmerksamkeit für ein Thema geschaffen werden soll
  • bei Veranstaltungen mit vielen Teilnehmenden

Wann nicht sinnvoll?

  • Zur gemeinsamen Entwicklung detaillierter Lösungen oder Maßnahmen.
  • Bei Formaten, in denen intensive Diskussionen zwischen allen Beteiligten im Mittelpunkt stehen.
  • Zur ausführlichen Vermittlung oder Bearbeitung komplexer Themen.
  • Bei Prozessen, die auf konkrete oder verbindliche Entscheidungen abzielen.
  • Für Beteiligungsverfahren, bei denen eine umfassende Mitbestimmung der Teilnehmenden angestrebt wird.

Ablauf

Ein übergeordnetes Thema oder einen Rahmen für die Veranstaltung definieren.

Beispiele:

  • Zukunft der Innenstadt
  • Nachhaltige Mobilität
  • Engagement im Quartier
  • Junge Perspektiven auf die Stadt

Personen mit unterschiedlichen Perspektiven einladen.

Mögliche Gruppen:

  • Bürger:innen
  • Vereine, Initiativen
  • Verwaltung
  • Planungsbüros
  • Studierende
  • lokale Unternehmen

Die Vortragenden frühzeitig über die Regeln informiert:

  • 20 Bilder
  • 20 Sekunden Redezeit pro Bild
  • automatische Bildwechsel
  • maximale Vortragsdauer 6 Minuten 40 Sekunden

Empfehlenswert ist eine gemeinsame Vorbesprechung oder ein Techniktest.

Benötigt werden:

  • Beamer oder großer Bildschirm
  • Laptop mit Präsentationen
  • Mikrofon
  • Sitzmöglichkeiten
  • Moderation

Die Moderation begrüßt alle Teilnehmenden und stellt das Thema, den Ablauf und die Regeln des Formats vor.

Die Vortragenden präsentieren ihre Beiträge nacheinander.

Wichtig:

  • Die Bilder wechseln automatisch.
  • Diskussionen finden nicht während der Vorträge statt.
  • Alle Beiträge haben die gleiche Redezeit.

Nach mehreren Präsentationen oder am Ende der Veranstaltung wird Zeit für Fragen und Gespräche eingeplant.

Mögliche Formate:

  • offene Fragerunde
  • Fishbowl
  • World Café
  • informeller Austausch bei Getränken

Zentrale Erkenntnisse, Ideen oder wiederkehrende Themen können während der Veranstaltung dokumentiert werden.

Ergebnisse und Gedanken festhalten:

  • Fotodokumentation
  • Aufzeichnung der Präsentationen
  • Ergebnisprotokoll
  • Sammlung von Fragen und Ideen
  • Digitale Veröffentlichung der Beiträge

Die Präsentationen, Fotos oder zentrale Erkenntnisse online oder als Dokumentation zur Verfügung stellen.

Teilnehmende und Vortragende nach ihren Eindrücken und Verbesserungsvorschlägen fragen.

Themen identifizieren, die weiter bearbeitet werden sollen und mögliche Folgeformate planen.

Quelle: Bujdosó, A. (Hrsg.) (2019): Social Design Cookbook. Recipes for Social Cooperation. Kitchen Budapest, Budapest. 

Hinweise

Tipps

  • Das Thema sollte ausreichend offen sein, damit unterschiedliche Perspektiven und Projekte vorgestellt werden können.
  • Die Anzahl der Präsentationen sollte begrenzt werden, damit genügend Aufmerksamkeit für jeden Beitrag bleibt.
  • Die Vortragenden sollten vorab über das Format informiert werden und die Möglichkeit erhalten, die Präsentation technisch zu testen.
  • Bilder sollten im Vordergrund stehen. Lange Textfolien funktionieren im PechaKucha-Format meist nicht.
  • Die Moderation sollte die einzelnen Beiträge kurz einordnen und für einen flüssigen Übergang zwischen den Präsentationen sorgen.
  • Ausreichend Zeit für Gespräche und Vernetzung nach den Präsentationen einplanen.
  • Eine lockere und wertschätzende Atmosphäre erleichtert den Austausch und senkt Hemmschwellen für die Beteiligung.
  • Die Veranstaltung eignet sich besonders gut, um Menschen sichtbar zu machen, die sonst selten eine Bühne erhalten.

Ungeeignet für

  • Prozesse, bei denen konkrete Entscheidungen getroffen werden sollen.
  • Themen, die eine ausführliche Erklärung oder vertiefte fachliche Bearbeitung erfordern.
  • Vorhaben, bei denen detaillierte Planungs- oder Konzeptergebnisse erarbeitet werden sollen.
  • Beteiligungsformate, bei denen intensive Diskussionen zwischen allen Teilnehmenden im Mittelpunkt stehen.
  • Veranstaltungen, bei denen umfangreiches Fachwissen vermittelt werden muss.
  • Gruppen ohne Präsentationserfahrung, wenn keine Unterstützung bei der Vorbereitung oder Durchführung angeboten werden kann.

Im Anschluss

Im Anschluss bieten sich Methoden an, die die gesammelten Inhalte ordnen, vertiefen oder in konkrete Schritte überführen. Je nach Ziel können z.B. folgende Formate anschließen:

Podiumsdiskussion

Die Podiumsdiskussion ist ein Beteiligungsformat, bei dem verschiedene Personen öffentlich über ein Thema diskutieren. Dabei treffen unterschiedliche Perspektiven, Interessen und Meinungen aufeinander. Häufig nehmen Fachpersonen, Vertreter:innen aus Politik oder Verwaltung, Interessensgruppen sowie Betroffene an der Diskussion teil.

StrukturiertAktivierend

Open Space

Open Space ist ein offenes Beteiligungsformat, bei dem die Teilnehmenden selbst bestimmen, welche Themen diskutiert werden. Es gibt lediglich ein gemeinsames Leitthema als Rahmen. Welche Fragestellungen bearbeitet werden und wie die Gespräche verlaufen, entwickelt sich aus den Interessen und Ideen der Gruppe. Die Methode eignet sich besonders, wenn viele unterschiedliche Perspektiven, Erfahrungen und Ideen zusammenkommen sollen. Teilnehmende können sich frei zwischen Arbeitsgruppen bewegen, Themen einbringen oder einfach zuhören. Dadurch entsteht ein dynamischer und selbstorganisierter Austausch.

AktivierendKreativ

Zukunftwerkkstatt

Die Zukunftswerkstatt ist ein Beteiligungsformat, bei dem Teilnehmende gemeinsam Probleme analysieren, Zukunftsvisionen entwickeln und daraus konkrete Handlungsschritte ableiten. Die Methode verbindet kreatives Denken mit praktischer Planung und eignet sich besonders für Themen, bei denen neue Ideen und langfristige Perspektiven gefragt sind. Die Zukunftswerkstatt ist in drei aufeinander aufbauende Phasen gegliedert: Kritikphase, Utopiephase und Realisierungsphase. Durch diesen klaren Ablauf wechseln die Teilnehmenden bewusst zwischen Kritik, Vision und konkreter Umsetzung. Dadurch entstehen oft kreative und gemeinschaftlich entwickelte Lösungsansätze.

AktivierendKreativ
Gemerkte Methoden0 Methoden

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PechaKucha Night – Urban Kit