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Wettbewerb

MitredenMitbestimmenKonzeptentwicklungIdeen entwickelnAnalogDigitalHybrideinige Wocheneinige Monatedirekte Betroffeneinteressierte Öffentlichkeitschwer erreichbare Gruppenkleine Gruppe bis 15mittlere Gruppe bis 30große Gruppe ab 30SpielerischKreativ

Ein Wettbewerb ist ein Beteiligungsformat, bei dem Bürger:innen eingeladen werden, eigene Ideen, Vorschläge oder Projekte zu einem bestimmten Thema einzureichen. Ziel ist es, kreative Impulse zu sammeln, Beteiligung zu fördern und Menschen aktiv in Planungs- oder Gestaltungsprozesse einzubeziehen. Durch Preise, öffentliche Anerkennung oder die Aussicht auf Umsetzung entsteht zusätzliche Motivation zur Teilnahme.

Ziel

Ziel eines Wettbewerbs ist es, neue Ideen, Perspektiven und kreative Lösungsansätze sichtbar zu machen und Menschen aktiv zur Mitgestaltung zu motivieren. Gleichzeitig kann die Methode Aufmerksamkeit für ein Thema schaffen und Beteiligung niedrigschwellig ermöglichen.

Wann sinnvoll?

  • wenn kreative Ideen gesammelt werden sollen
  • um Aufmerksamkeit für ein Thema zu erzeugen
  • wenn viele Menschen niedrigschwellig beteiligt werden sollen
  • zur Aktivierung neuer Zielgruppen
  • bei offenen Fragestellungen mit Gestaltungsspielraum
  • wenn unterschiedliche Perspektiven sichtbar gemacht werden sollen

Wann nicht sinnvoll?

  • bei sehr engen fachlichen oder rechtlichen Vorgaben
  • wenn unrealistische Erwartungen an die Umsetzung entstehen könnten
  • bei Themen, die intensive Diskussion oder Konfliktbearbeitung erfordern

Ablauf

Zuerst überlegen:

  • Worum soll es im Wettbewerb gehen?
  • Welche Art von Beiträgen wird gesucht?
  • Wie sollen die Ergebnisse später genutzt werden?

Beispiele:

  • Ideen für öffentliche Plätze
  • Mobilitätslösungen
  • Gestaltungsideen für ein Quartier
  • Vorschläge zur Verbesserung des Zusammenlebens

Wichtig:
Das Thema sollte verständlich und möglichst offen formuliert sein.

Überlegen:

  • Wer soll teilnehmen?
  • Soll der Wettbewerb offen sein oder bestimmte Gruppen ansprechen?

Zum Beispiel:

  • Jugendliche, Schulen, Universitäten
  • Vereine, Nachbarschaften
  • Fachpersonen
  • gesamte Öffentlichkeit

Sprache, Kanäle und Anforderungen an die Zielgruppe anpassen.

Frühzeitig festlegen:

  • Einreichungsfrist
  • Format der Beiträge
  • Umfang, Bewertungskriterien
  • Datenschutz, Nutzungsrechte

Wichtig:
Die Regeln sollten einfach verständlich und transparent sein.

Überlegen:

  • Wer bewertet die Beiträge?
  • Wie wird entschieden?

Möglichkeiten:

  • Fachjury
  • Publikumsvoting
  • Kombination aus beidem

Bewertungskriterien können sein:

  • Kreativität
  • Umsetzbarkeit
  • Nachhaltigkeit
  • Nutzen für die Öffentlichkeit

Die Anerkennung muss nicht immer finanziell sein.

Möglich sind:

  • Preisgelder, Gutscheine
  • öffentliche Ausstellung, Veröffentlichung, Präsentation der Ideen
  • symbolische Preise

Wichtig:
Auch nicht ausgezeichnete Beiträge sollten wertgeschätzt werden.

  • soziale Medien, Websites
  • lokale Presse,Veranstaltungen
  • Schulen, Vereine

Hilfreich:
Beispiele oder Inspirationen zeigen, damit Teilnehmende besser verstehen, was gesucht wird.

Zu Beginn werden:

  • Thema
  • Teilnahmebedingungen, Fristen, Bewertungsverfahren

öffentlich kommuniziert.

Die Teilnahme sollte möglichst einfach und niedrigschwellig sein.

Die Teilnehmenden reichen ihre Ideen innerhalb des festgelegten Zeitraums ein.

Das kann erfolgen:

  • digital, schriftlich
  • als Bild, Text oder Modell
  • über Formulare oder Plattformen

Wichtig:
Fragen und Rückmeldungen sollten während der Laufzeit möglich sein.

Nach Ablauf der Frist werden alle Beiträge gesammelt und ausgewertet.

Die Bewertung erfolgt:

  • anhand der festgelegten Kriterien
  • durch Jury, Publikum oder beide gemeinsam

Wichtig:
Der Bewertungsprozess sollte transparent nachvollziehbar sein.

Die Ergebnisse können bei einer Veranstaltung, online über soziale Medien oder in einer Ausstellung präsentiert werden.

Besonders wichtig:
Alle Ideen sichtbar machen und wertschätzen.

Zusammenfassen:

  • eingereichte Ideen, häufige Themen
  • Gewinnerbeiträge
  • besondere Ansätze

Die Dokumentation sollte öffentlich zugänglich sein.

Bei allen Teilnehmenden bedanken und informieren:

  • über Ergebnisse
  • weiteres Vorgehen
  • mögliche Umsetzungsschritte

Das stärkt Motivation und Vertrauen.

Die eingereichten Ideen können:

  • in Planungsprozesse einfließen
  • weiterentwickelt
  • öffentlich diskutiert
  • oder in Workshops vertieft werden

Wichtig:
Transparent machen, was mit den Beiträgen passiert.

Überlegen:

  • Welche Zielgruppen wurden erreicht?
  • Was hat gut funktioniert?
  • Wo gab es Schwierigkeiten?

Diese Erkenntnisse helfen bei zukünftigen Formaten.

Quelle: https://mobilitaetsplanung-hessen.de/methodenkoffer-partizipative-planung/

Hinweise

Tipps

  • Die Teilnahme möglichst einfach und verständlich halten.
  • Klare Bewertungskriterien schaffen Vertrauen.
  • Beispiele oder Inspirationen zeigen, um Hemmschwellen zu senken.
  • Öffentliche Sichtbarkeit erhöht oft die Motivation zur Teilnahme.
  • Transparent kommunizieren, wie mit den Ideen weitergearbeitet wird. 

Ungeeignet für

  • Themen ohne Handlungsspielraum
  • vertrauliche oder konfliktgeladene Prozesse
  • rein technische Fachplanungen
  • Situationen, in denen schnelle Entscheidungen notwendig sind

Im Anschluss

Im Anschluss bieten sich Methoden an, die die gesammelten Inhalte ordnen, vertiefen oder in konkrete Schritte überführen. Je nach Ziel können z.B. folgende Formate anschließen:

Workshop

Ein Workshop ist ein moderiertes Arbeitsformat, bei dem Teilnehmende gemeinsam eine Fragestellung bearbeiten, Ideen entwickeln oder Lösungen erarbeiten. Je nach Ziel können Informationen vermittelt, Probleme analysiert oder konkrete Maßnahmen entwickelt werden. Durch die aktive Mitarbeit aller Beteiligten eignet sich die Methode besonders für die gemeinsame Entwicklung von Ergebnissen.

KreativAktivierend

Open Space

Open Space ist ein offenes Beteiligungsformat, bei dem die Teilnehmenden selbst bestimmen, welche Themen diskutiert werden. Es gibt lediglich ein gemeinsames Leitthema als Rahmen. Welche Fragestellungen bearbeitet werden und wie die Gespräche verlaufen, entwickelt sich aus den Interessen und Ideen der Gruppe. Die Methode eignet sich besonders, wenn viele unterschiedliche Perspektiven, Erfahrungen und Ideen zusammenkommen sollen. Teilnehmende können sich frei zwischen Arbeitsgruppen bewegen, Themen einbringen oder einfach zuhören. Dadurch entsteht ein dynamischer und selbstorganisierter Austausch.

AktivierendKreativ

Planungswerkstatt

Die Planungswerkstatt ist ein Beteiligungsformat, bei dem Bürger:innen gemeinsam mit Fachpersonen, Verwaltung oder Politik an konkreten Planungen arbeiten. In Workshops werden Ideen, Probleme und Vorschläge gesammelt, diskutiert und direkt auf Karten, Plänen oder Modellen sichtbar gemacht. Die Methode eignet sich besonders für Stadtentwicklungs- oder Gestaltungsprozesse, bei denen Menschen ihre Erfahrungen und Vorstellungen aktiv in die Planung einbringen sollen.

AktivierendKreativ
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